Presseerklärung der GUD Zwingenberg zum Ortstermin zur Diskussion über den Bebauungsplan „an der Melibokushalle“ am 11.09.2021.

Die Mitglieder der GUD und zahlreiche interessierte Bürgen trafen sich bei gutem Wetter auf dem Schulhof hinter dem Paßschulgebäude. An dieser Stelle wurden die verschiedenen Pläne zum Umbau des Melibokusparkplatzes und seinem Umfeld als vergrößerte Kopien präsentiert. Die durch die Planung gefährdeten Laubbäume wurden von GUD-Mitgliedern besonders gekennzeichnet. Aufgezeigt wurden unter anderem die Planungsschritte seit 2017/18, als ein städtebauliches Konzept im Auftrag des Magistrats den kompletten Umbau des Areals Melibokusparkplatz, Bauhof und ehemaliger Güterbahnhof vorsah. Auslöser für diese raumgreifende Planung ist die nötige Erweiterung der Grundschule.

Dank dem Eingreifen engagierter Bürgerinnen und Bürger wurde dieses Projekt aber damals vom Ausbau des Güterbahnhofes und der Westseite der Melibokusstraße abgekoppelt.

Im Jahr 2020 wurde daraufhin der nächste Plan vorgelegt. Er sah vor, dass nicht nur das ehemalige Bauhofgelände zur Wohnbebauung freigegeben werden soll, sondern darüber hinaus die vorgelagerten Parkplätze und die südliche Baumreihe wegfallen würden.

Die GUD veranstaltete daraufhin mit Unterstützung des BUND eine erste Informationsveranstaltung auf dem Melibokusparkplatz. Dabei wurde der zu erwartende Verlust an großen, gesunden Laubbäumen vielen Bürgerinnen und Bürgern bewusst. Deren Reaktionen führten anschließend dazu, dass der Magistrat 2021 nun einen korrigierten Plan entwarf, der den Erhalt der Bäume und der Parkplätze vorsieht.

Aus Sicht der GUD ist aber bedauerlicherweise darin immer noch der Bau eines zusätzlichen Parkplatzes zwischen Paßschule und Melibokushalle enthalten. Dafür soll der mit einer Vielzahl von Büschen und Bäumen bepflanzte, naturnahe und schattige Spielplatz geopfert werden. Dieser Spielplatz steht nicht nur den Grundschülern zur Verfügung, sondern ist öffentlich zugänglich. Diese kleine, grüne Spieloase soll nun ersatzlos wegfallen und versiegelt werden.

Der bestehende Spielplatz soll wegfallen, damit Autos parken können?

Um diese sicher nicht ganz billige, neue Parkfläche zu erschließen, ist darüber hinaus der Bau einer neuen Straße zwischen Sparkasse und Paßschulgebäude vorgesehen. Damit würden zusätzlich drei weitere, große Laubbäume gefällt werden müssen und etliche Gebüsche wegfallen. Schon vorweg hatte der Magistrat mit der Entfernung von zwei Bäumen und einigen Büschen, vom Bürgermeister in einer Presseerklärung Dschungel genannt, an der Nordostseite der Paßschule Tatsachen geschaffen. Mit dieser Entwicklung wäre der schattige Fußweg zwischen Parkplatz und Innenstadt anschließend nur noch Geschichte.

Die GUD ist der Ansicht, dass diese zusätzliche Parkfläche in Anbetracht des bereits vorhandenen Melibokusparkplatzes nicht benötigt wird. Mit der Wiesenpromenade, der Wiesenstraße und der Paßwiese existieren außerdem schon genug Straßen zum Erreichen des Melibokusparkplatzes. Insbesondere das Schicksal der Paßwiese und deren Einbahnstraßenregelung war dann auch Gegenstand von Nachfragen der Anwesenden. Dieser Zugang wurde vor ca. 20 Jahren extra zur besseren Anbindung des Zentralparkplatzes neu geschaffen. Dafür wurden Teile des Schulhofs hergegeben und eine historische Bruchsteinscheune abgerissen.

Die GUD muss feststellen, dass sich jeder zusätzliche und vermeidbare Verlust an innerstädtischem Grün mit anschließender Bodenversiegelung mehrfach ungünstig auswirkt. Hier geht Lebensraum für Vögel, Fledermäuse und Insekten verloren. Den Kindern fehlt dann der wertvolle Schatten im Sommer und ein Raum zum Verweilen und Spielen. Zusätzlich fehlen Luftfilter für CO2 und Feinstaub. Die geplanten Ausgleichsmaßnahmen in Rodau können diese Verluste mitten in Zwingenberg nicht wirklich ersetzen.

Die GUD appellierte am Ende der Veranstaltung an die Bürgerschaft, sich mutig für ihre eigenen Interessen und den Erhalt der Natur einzusetzen. Beispiele aus den letzten Jahren zeigen, dass bürgerschaftliches Engagement schon oft von Erfolg gekrönt war.

Bedauerlicherweise haben die Stadtverordnetenvorsitzenden aus der CDU-Fraktion trotz anderslautender Beteuerungen schon lange nicht mehr zu einer Bürgerversammlung eingeladen, in der ein größerer Teil der Bevölkerung sich äußern und in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden kann.

Gez. GUD Zwingenberg
D.Kannengießer

Ortstermin zur Diskussion über den Bebauungsplan „an der Melibokushalle“

Die GUD lädt am 11.September (Samstag) um 17.00 Uhr (Treffpunkt Melibokusparkplatz) alle Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand der Planung für die Bebauung rund um die Melibokushalle ein.

Nachdem in der letzten Stadtverordnetenversammlung vor der Sommerpause eine Reihe von Änderungen beschlossen wurden, steht nun in der neuen Sitzungsrunde (am14. September im Bau-, Planungs-, und Umweltausschuss und am 30. September in der Stadtverordnetenversammlung) ein neuer Planungsstand für die Beschlussfassung zur Offenlage zur Diskussion.

Vor der Sitzung des Bau-, Planungs-, und Umweltausschuss haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit Fragen zu stellen, deshalb bietet die GUD im Vorfeld diese Informationsveranstaltung an, um die Bandbreite der Themenstellungen nochmals zu verdeutlichen.

Die GUD begrüßt ausdrücklich die geplante Grundschulerweiterung und dass die überarbeitete Planung den Erhalt eines Großteils der klimaaktiven Bäume in dem Areal vorsieht, sowie von 35 Parkplätzen auf dem Melibokusparkplatz.

Der Spielplatz hinter der Passschule ist auch in der neuen Planung nicht mehr vorhanden. Dafür ist eine kostenmäßig sehr aufwändige Zufahrt zwischen Passschule und Sparkasse zu einem sogenannten Altstadtparkplatz vorgesehen.

Auch ohne den Altstadtparkplatz sind auf dem Melibokusparkplatz hinreichend Parkplätze vorhanden.

Der Vorschlag der GUD in dem Bebauungsplan auf dem ehemaligen Bauhofareal nicht nur bezahlbaren Wohnraum anzustreben, sondern sozialen Wohnraum gefördert durch das Projekt „Frankfurter Bogen“ festzuschreiben, fand leider nicht die Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung.

Die GUD stellt sich gern den Fragen der Bürgerinnen und Bürger und ist für Anregungen dankbar.

GUD Zwingenberg
Ulrich Kühnhold
Fraktionsvorsitzender GUD

Pressemitteilung: Ist Zwingenberg eine familienfreundliche oder autofreundliche Stadt? – Die Weichen werden jetzt gestellt.

In Zusammenhang mit der Diskussion über den Bebauungsplan rund um den Melibokusparkplatz stehen jetzt Entscheidungen mit langfristiger Tragweite an: Brauchen wir zusätzliche Parkplätze zwischen Passschule und Melibokushalle? Ein Areal, das bisher als Spielplatz und klimatisch angenehmer Aufenthaltsort nicht nur für Schüler der Melibokusschule unter dem Blätterdach der alten Bäume diente. Die Mehrheit der Stadtverordneten meint, auf einen sogenannten Altstadtparkplatz nicht verzichten zu können, obwohl eine zusätzliche Gehminute entfernt ausreichende Parkplätze auf Parkende warten. Es ist wichtig, dass die Zufahrt zum Melibokusparkplatz über die Straße „Passwiese“ aufgewertet und besser erkennbar wird, damit sich der kurze Weg zwischen Melibokusparkplatz und der Altstadt für Auswärtige sofort erschließt. Die sehr aufwändig geplante Zufahrt zwischen Sparkasse und Passschule könnte dann ebenfalls entfallen, zumal sie den freien Zugang zu der alten Schule behindert.

Ein zukünftiges Nutzungskonzept für die Passschule, die bereits der Stadt Zwingenberg gehört, ist eingeschränkt, wenn auf der Rückseite des Gebäudes direkt Parkplätze angrenzen.

Die GUD tritt weiter dafür ein, dass der Spielplatz erhalten bleibt und auch das Areal im Sommer von Schülern als schattiges Plätzchen genutzt werden kann. Um den Schulerweiterungsbau sind zwar neue Bäume geplant, die aber in den ersten 10 Jahre noch keinen ausreichenden Schatten spenden können.

Die Bauausführung der Parkplätze kann allerdings erst erfolgen, nachdem der Schulerweiterungsbau voraussichtlich ab 2025 in die Realisierungsphase tritt, aber die Nutzungsart „Parkplätze“ wird jetzt im Bebauungsplan festgeschrieben und besiegelt.

Zusätzlich bleibt die Frage, ob der geplante sechsstellige Betrag nicht an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden kann, als für eine nicht mehr zeitgemäße Investition in Parkplätze.

GUD Zwingenberg
c/o Ulrich Kühnhold
Fraktionsvorsitzender GUD

Der BA berichtete hier.

Zur Kommunalwahl 2021: Nicht alles, was rechtlich zulässig ist, muss man auch machen!

Besser, als in der nachstehend im wortlaut wiedergegebenen persönlichen Erklärung von Ulrich Kühnhold (Fraktionsvorsitzender GUD), hätte man unsere Haltung zur Vorteilnahme des Wahlergebnisses von CDU und FDP nicht zum Ausdruck bringen können.

Persönliche Erklärung Ulrich Kühnhold (1. Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, am 22.04.2021):

Nicht alles, was rechtlich zulässig ist, muss man auch machen. Die CDU spricht gern von traditionellen Gepflogenheiten in Zwingenberg, aber zeigt sich jetzt als schlechter Verlierer: Gemeinsam mit der FDP kapert man Posten im Magistrat, so dass aus einem Stimmenanteil von 54% eine 2/3-Mehrheit entsteht und gemeinsam mit dem Bürgermeister können die beiden Parteien den Magistrat mit einer satten Mehrheit von 71% kontrollieren.

Dabei ist die Hessische Magistratsverfassung kollegial angelegt und die Mitglieder der GUD im Magistrat sind sehr wohl zum konstruktiven Dialog fähig. Die überwiegende Zahl der Entscheidungen wird im Konsens gefällt.
Zudem hätten auch ohne Anwendung der Mehrheitsklausel, FDP und CDU gemeinsam mit dem Bürgermeister über eine Mehrheit verfügt. Es geht anscheinend doch nur um Posten.

Der Vorschlag der CDU durch Änderung der Hauptsatzung auch der GUD einen weiteren Sitz zu verschaffen, hat die GUD als vergiftetes Angebot abgelehnt. Wir werden uns nicht an einem Postengeschacher beteiligen.

Wir sehen den Wählerwillen nicht respektiert und bedauern, dass auch dieser Neuanfang wieder belastet ist. Die GUD wird ihre konstruktive Politik für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt fortsetzen. Die vielen positiven Rückkopplungen in letzter Zeit zu den Sachthemen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Ulrich Kühnhold
Fraktionsvorsitzender GUD

Kommunalwahl in Zwingenberg: Herzlichen Dank an alle Wählerinnen und Wähler der GUD!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir bedanken uns für die große Zustimmung zu unseren politischen Zielen und zu der Form unserer themenorientierten Arbeit in den vergangenen Jahren, die Sie am 14. März 2021 mit Ihrer Wahl zur Stadtverordnetenversammlung zum Ausdruck gebracht haben. Sie haben uns zu dem besten Ergebnis verholfen, das die GUD je in ihrer vierzigjährigen Geschichte gehabt hat.

Wir verstehen dieses Wählervotum als positive Motivation für die Fortsetzung unserer konstruktiven grünen Politik und als Impuls für ein weiterhin sachbezogenes, konsequentes Handeln in den Gremien unserer Stadt.

Wir sehen uns mit dem erweiterten, kompetenten Team sehr gut auf die Herausforderungen der nächsten fünf Jahre vorbereitet, und wünschen uns, zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die Weichen für eine nachhaltigere und klimabewusste Stadtentwicklung mit stellen zu können.

Wir freuen uns, wenn Sie weiter den Dialog mit uns suchen und sind jederzeit zu Gesprächen bereit.

Bitte, sprechen Sie uns an.

Herzliche Grüße
Ihr
Ulrich Kühnhold
Fraktionsvorsitzender GUD

Haushalt 2021 – Im Spannungsfeld zwischen Solidität und unbefriedigenden Schwerpunktsetzungen

Wir erkennen im Zwingenberger Haushaltsplan 2021, der am 11.02.2021 der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung vorgelegt wurde, für uns keinen tragbaren Kompromiss. Wir haben ihn deshalb abgelehnt.

Unsere Standpunkte zum vorgelegten Haushalt, mit Blick auf die Entwicklung Zwingenbergs, bringt unser Fraktionsvorsitzender Ulrich Kühnhold in seiner Haushaltsrede zum Ausdruck:

Mit dem Haushalt 2021 kehrt die Stadt Zwingenberg zum Ende der aktuellen Legislaturperiode zurück zu normaleren Investitionsvolumina, die eher zu der Haushaltsstruktur einer kleineren Stadt, wie Zwingenberg, passen. Das Ausnahmejahr 2020 war insofern gut gewählt, da die Kreditkonditionen derzeitig vergleichsweise günstig sind.

Die Verschuldung der Stadt Zwingenberg ist im Jahr 2020 deutlich höher ausgefallen, als ursprünglich angedacht, da die Zuschüsse für den Kindergarten nicht gewährt wurden und die STVV beschlossen hatte, die Straßenbeiträge abzuschaffen und diese auf alle Bürgerinnen und Bürger umzuverteilen.

Der Neubau eines Kindergartens und die Erneuerung der B3 haben das Jahr 2020 bestimmt und die letzten Nachwehen werden auch das Haushaltsjahr 2021 noch betreffen.

Die größten Projekte im Jahr 2021 sind zwei Baugebietserschließungen, die mit gewissen Risiken für den Haushalt verbunden sind: Einmal das Gewerbegebiet westlich der Platanenallee und das Baugebiet nördlich der Hauptstraße Zwingenberg-Rodau. Das Risiko für den aktuellen Haushalt besteht in noch diesjährig eingeplanten Einnahmen aus der Erhebung von Erschließungsbeiträgen in Rodau bzw. durch den Verkauf von Gewerbegrundstücken.

Wenn sich dies positiv umsetzen ließe, könnte 2021, wie auf Anregung der GUD geprüft, auf die Aufnahme neuer Kredite verzichtet werden.

Andernfalls ist eine weitere Verschuldung der Stadt nicht abzuwenden. Deshalb bleibt es wichtig, diese geplanten Einnahmen als haushaltspolitisches Ziel vor Augen zu behalten.

Generell erhöht die Infrastruktur jedes neuen Baugebietes zunächst die Bilanzsumme der Stadt, aber nur ein Teil der Erschließungskosten können weiterberechnet werden und ein weiterer Teil wird hoffentlich langfristig über die Gebührenhaushalte wieder zurückgewonnen.

Sehr unzufrieden ist die GUD mit der Entscheidung der anderen Fraktionen, das Thema Poller für die Altstadt weiter hinauszuschieben. Hier sind neue Hindernisse aufgebaut worden, um dieses Thema in ferne Zukunft zu vertagen. Dies widerspricht allen Entscheidungen, die wir zwar seinerzeit schon für zu spät erachteten und deshalb nicht mittragen konnten, aber von denen ein klares Signal an die Bürgerinnen und Bürger der Altstadt gesandt wurde, dass die Poller nach Abschluss der Arbeiten an der B3 kommen werden.

Nun werden neue Bedingungen erhoben, die die Ersthaftigkeit dieses Vorhaben umsetzen zu wollen, fraglich erscheinen lassen.

Zwingenberg ist in der Kleinkindbetreuung sehr gut aufgestellt und es erweist sich als sehr gut, dass der neue Kindergarten, wie von der GUD angeregt, gleich vierzügig geplant und realisieret wurde.

Allerdings muss die Stadt mit der anderen Seite dieser Medaille umgehen lernen, nämlich dass die Personalkosten insgesamt von 3 auf 3,7 Mio. Euro steigen.

Selbst bei einer derartigen Personalkostensteigerung von über 20% schafft es die Stadt einen positiven Haushalt vorzulegen.

Es wäre auch noch der Spielraum gewesen, die Gebrauchspuren im Kindergarten Alsbacher Strasse beseitigen zu lassen. Aber diese Weitsicht konnten die anderen Fraktionen nicht aufbringen.

Die Investitionen lassen sich voraussichtlich aus dem hohen Kassenbestand des Vorjahres finanzieren, so dass keine Kreditaufnahme erfolgen muss.

Wie der Haushalt nach der hoffentlich in absehbarer Zeit überstandenen Pandemie aussehen wird, kann noch nicht beurteilt werden. Jedenfalls ist Vorsicht geboten.

Sparpotentiale sind nur begrenzt vorhanden. Wie das Beispiel der geplanten interkommunalen Zusammenarbeit zeigt, ist nur dann eine Kostenreduktion gegeben, wenn auch wirklich Personalkosten eingespart werden könnten. Auch das Thema der Digitalisierung der Verwaltungsprozesse erhöht eher mittelfristig die Kosten, als dass sie hierdurch gesenkt werden.

Ein Ansatzpunkt ist der gemeinsame Bauhof mit der Nachbargemeinde Alsbach. Hier muss stärker auf kostenbewusste Beauftragung geachtet werden, damit die Stadt nicht zur Beschäftigungsgesellschaft für den ZKD wird, die alle geplanten Kostensteigerungen als gegeben hinnimmt.

Jedenfalls ist das Thema Kostenanalyse und Wirtschaftlichkeitsrechnung für Investitionen von wachsender Bedeutung, damit die in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehenen Steigerungen der Grundsteuer B nochmals diskutieren werden können und wirklich nur eine Ultima Ratio darstellen.

Auch in diesem Jahr hat sich die GUD wieder in gewohnter Form sehr intensiv mit dem Haushalt beschäftigt und eine Reihe von konstruktiven Vorschlägen unterbreitet, die sich überwiegend in den Änderungslisten zum Haushalt wiederfinden.

Wir danken Herrn Bürgermeister Habich, der der Fraktion mittlerweile in bewährter Art und Weise wieder Rede und Antwort gestanden hat und sich sehr offen für eine angeregte Diskussion zeigte. Wir danken auch der Verwaltung, die das umfassende Zahlenwerk in sehr verständlicher Form aufbereitet hat.

Die GUD hat mit den vielen konstruktiven Vorschlägen gehofft, dieses Jahr dem Haushalt die Zustimmung geben zu können.

Leider gibt es in den anderen Fraktionen Kräfte, die einige sinnvolle Maßnahmen, wie z.B. die Installation der Poller, mehrheitlich nicht mittragen können.

Vor diesem Hintergrund sieht sich die GUD leider nicht in der Lage einem überaus gut angelegten Haushalt die Zustimmung zu erteilen.

Ulrich Kühnhold
Fraktionsvorsitzender GUD

GUD zur Kommunalwahl 2021: Zwingenberg nachhaltig und klimabewusst gestalten!

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

am 14. März 2021 haben Sie die Wahl, und Sie können neue Impulse für die Stadtverordnetenversammlung setzen. Seit 40 Jahren ist die GUD im Zwingenberger Parlament vertreten und steht für konstruktive grüne Politik und sachbezogenes haushaltspolitisches Handeln. Wir verstehen uns als kritische unabhängige Begleiter der politischen Entscheidungen in den städtischen Gremien. Gerade in Zeiten, in denen der klimatische Wandel auch hier vor Ort spürbar wird, ist eine naturverträgliche Stadtentwicklung ein Gebot der Stunde.

Das Thema Haushaltspolitik wird durch die Folgen der Corona-Pandemie in den nächsten Jahren zu einer Herausforderung, bei der nur begrenzt auf externe Entlastungen zu hoffen sein wird. Die Stadt ist gefordert, nachhaltigere Ideen zu entwickeln, und die GUD ist bereit hieran mitzuwirken.

Mit einem erweiterten Team sieht sich die GUD gut auf die Aufgaben der nächsten fünf Jahre vorbereitet, und wir wünschen uns, weiter kompetent für die Bürgerinnen und Bürger von Zwingenberg aktiv sein zu dürfen.

Sie finden hier die Themen, mit denen sich die GUD zur Kommunalwahl positioniert und an denen sie sich messen lassen möchte.

Wir freuen uns, wenn Sie unseren Kandidatinnen und Kandidaten Ihre Stimme geben und nutzen Sie auch gern die Möglichkeit der Briefwahl.

Herzliche Grüße
Ihr
Ulrich Kühnhold
Fraktionsvorsitzender GUD

Die GUD bietet interessierten Bürgerinnen und Bürgern an, sich zu engagieren!

Die Gemeinschaft für Umweltschutz und Demokratie (GUD) stellt am Donnerstag, dem 19.11., ab 20 Uhr im Diefenbachsaal des Bunten Löwen ihre Liste für die Kommunalwahl im März 2021 auf.

Zurzeit mit sieben Stadtverordneten zweitstärkste Fraktion, tritt die GUD wieder zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung in Zwingenberg und Rodau an.

Im Zeichen des fortschreitenden Klimawandels setzt sich die GUD für die Sicherung der natürlichen Ressourcen unserer Stadt ein. Dies umschließt den Erhalt möglichst aller klimaaktiven Bäume sowie Weiterentwicklung der innerstädtischen Grünflächen, dazu gehören auch Blühstreifen in den Ortsrandlagen. Ein weiteres wichtiges Thema bleibt eine ortsnahe Wasserversorgung.

Die Fortschreibung der Stadtentwicklungsplanung unserer liebens- und lebenswerten Kommune muss auf klimatische Veränderungen Rücksicht nehmen. Dieser Wandel kann sehr gut mit Hilfe von Klimafunktionskarten untermauert werden.

Ein weiterer Eckpfeiler einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung ist eine solide Haushaltspolitik, der sich die GUD seit vielen Jahren verschrieben hat.

Zwingenberg als familienfreundliche Stadt in einer landschaftlich attraktiven Umgebung weiterzuentwickeln, ist Motivation, sich für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt einzusetzen. Die GUD hofft darauf, dass sich weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter finden, die gemeinsam mit uns an diesen Zielen arbeiten möchten.

Am 19. November bietet sich auch die Gelegenheit, sich auf die Liste der GUD wählen zu lassen, bitte sprechen Sie uns an.

GUD-Veranstaltung: Besichtigung klimarelevanter Bäume in Zwingenberg (Sa., 05.09.2020, 17 Uhr, Melibokusparkplatz)

Die GUD lädt am 5. September (Samstag) um 17.00 Uhr zu einem Informationsgespräch über die klimarelevanten Bäume im Bereich Passschule bis Melibokusstraße ein. Mit Hilfe von Taupunkt-Messungen lässt sich die klimatechnische Wirkung der Bäume anschaulich demonstrieren – auch im Vergleich zu den Einflüssen, die von der umgebenden Bebauung ausgehen. Treffpunkt ist der Melibokusparkplatz. Die GUD hat zu dieser Veranstaltung einen Vertreter des BUND eingeladen.

Im Weiteren sorgt sich die GUD um die zahlreichen aus dem Stadtbild verschwundenen Bäume und die Wirkung von Ersatzbepflanzungen (so sie überhaupt erfolgt sind). Die GUD bietet den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, an der Meinungsbildung teilzuhaben.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über den Bebauungsplan rund um den Melibokusparkplatz soll nochmals die Frage erörtert werden, wie wichtig der Erhalt klimawirksamer Bäume für die nahe Umgebung ist.

Die GUD begrüßt ausdrücklich die Grundschulerweiterung in der geplanten Form, auch wenn sie frühestens erst ab 2025 erfolgen kann. Gegen eine erneute Bebauung des ehemaligen Bauhofgeländes gibt es auch keine Einwände. Die GUD bedauert, dass für drei zusätzlich im Bebauungsplan vorgesehene Wohngebäude nördlich des Bauhofgeländes wertvolle Bäume gefällt werden müssen. 

Es ist eine Frage der Abwägung, ob der Verlust von Bäumen mit Baumkronen-Durchmessern von mehr als 2 m mehr ins Gewicht fällt, als der geringe Gewinn an zusätzlichem Wohnraum. Die GUD spricht sich eindeutig für den Erhalt klimastabilisierenden Bäume aus. Dass auf diese Weise auch noch 30 vorhandene Parkplätze gerettet werden können, ist ein willkommener Nebeneffekt.

Neu gestaltetes Grün ist in den ersten Jahren nur eingeschränkt klimawirksam. Der Einfluss ist zunächst auf Versickern und Verdunsten von Wasser, sowie auf eine geringfügige Filterfunktion für Luft und Wasser reduziert. Erst wenn Bäume einen Kronen-Durchmesser von ca. 1,5 m entwickelt haben, können sie ihre Fähigkeit ausspielen, durch Schattenwirkung nachhaltig die Temperaturen in der Umgebung zu beeinflussen. Wie sehr Mauerwerk die Wärme speichert, kann in der aktuellen Heißwetterphase bei einem abendlichen Spaziergang durch die aufgeheizte Stadt wahrgenommen werden.

Andere Kommunen sorgen sich sehr um den Erhalt entsprechender Bäume; in Zwingenberg verschwinden immer mehr der klimarelevanten Schattenspender. Es geht bei unserer Argumentation nicht um eine „ideologische, populistische Fokussierung auf ein Thema“, wie die CDU uns polemisch vorwirft, sondern schlicht um unser Anliegen, in Zwingenberg Lebensqualität und Umwelt zukunftsorientiert zu denken und zu gestalten.

Ihre GUD

Siehe auch Pressemitteilung im BA